Zeitenwende – Von der Berliner Secession zur Novembergruppe

Vom Impressionismus über Expressionismus, Kubismus und Futurismus zur Neuen Sachlichkeit und dem Konstruktivismus: Die Ausstellung „Zeitenwende – Von der Berliner Secession zur Novembergruppe“ widmet sich dieser schnellen Abfolge der künstlerischen Umwälzungen in Berlin im Zeitraum …

Veröffentlicht am 8. November 2015 · von KUNSTLEBEN BERLIN

Zeitenwende – Von der Berliner Secession zur Novembergruppe
Vom Impressionismus über Expressionismus, Kubismus und Futurismus zur Neuen Sachlichkeit und dem Konstruktivismus: Die Ausstellung „Zeitenwende – Von der Berliner Secession zur Novembergruppe“ widmet sich dieser schnellen Abfolge der künstlerischen Umwälzungen in Berlin im Zeitraum von 1898 bis 1919.   Das Berliner Kunstschaffen von 1898 bis 1919 steht exemplarisch für die Entwicklung moderner Kunstströmungen im gesamten Deutschen Reich, doch werden in der neuen Hauptstadt die Konflikte zwischen Tradition und Moderne besonders deutlich. Um etwas Neues zu schaffen, musste man sich vom Alten abgrenzen – und so war auch das Berliner Kunstmilieu von gleichzeitig existierenden Gegensätzen geprägt. 1898 gründete sich die Berliner Secession in Opposition zu der institutionalisierten Kunstpolitik des Kaiserreichs. Doch bereits 1910 stellte eine Gruppe junger Künstler das vom Impressionismus dominierte Kunstverständnis in Frage. Es kam zur Gründung der Neuen Secession. Vier Jahre später eskalierten die kunstpolitischen Auseinandersetzungen innerhalb der Berliner Secession erneut, die Ausgetretenen vereinigten sich zur Freien Secession, so dass für eine kurze Zeit 1914 gleich drei Berliner Secessionen parallel existierten. Die Erschütterungen des Ersten Weltkrieges beschleunigten die Entwicklungen in der Kunst nochmals. Die im Zuge der Novemberrevolution 1918 gegründete Novembergruppe betonte nun den politischen Aspekt in der Kunst und suchte nach einer neuen Kunst für die Weimarer Republik. 1919 waren die unterschiedlichen Kunstströmungen und Künstlergruppen dann erstmals wieder in einem Gebäude vereint. In der Kunstausstellung Berlin präsentierten sich Berliner Secession, Freie Secession und Novembergruppe gemeinsam und zeigten wie in einem Panoptikum die künstlerischen Positionen Impressionismus, Expressionismus, Kubo-Futurismus, Konstruktivismus und Neue Sachlichkeit. Diese Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen – die Ausstellung 1919 – bildet den Abschluss der Schau im Bröhan-Museum.   Abgesehen von wenigen Künstlerstars sind die Werke der Berliner Secessionen und auch der Novembergruppe selbst in Berlin kaum zu sehen. Das Bröhan-Museum will mit der Ausstellung diese wichtigen Künstlergruppen in neuen Kontexten betrachten und die Vielfältigkeit der künstlerischen Positionen aufzeigen. Gezeigt werden Bilder von Walter Leistikow, Karl Hagemeister, Hans Baluschek, Max Liebermann, Philipp Franck, Käthe Kollwitz, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Georg Tappert, Friedrich Peter Drömmer, César Klein und vielen weiteren Künstlern. Die Schau, die sich über zwei Etagen erstreckt, vereint mit etwa 250 Exponaten wertvolle Leihgaben aus bedeutenden Museen und Privatsammlungen mit dem eigenen Bestand des Bröhan-Museums.   Die Ausstellung wird gefördert von: Hauptstadtkulturfonds, Ernst von Siemens Kunststiftung. Der Katalog wurde durch eine Spende der „Freunde des Bröhan-Museums e.V.“ ermöglicht. Medienpartner: Wall AG, rbb Fernsehen, rbb kulturradio, Weltkunst, zitty, tip Berlin, Dinamix. Kulturpartner: Dussmann.

Zeitenwende

19. November 2015 bis 3. April 2016

Bröhan-Museum

Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus Schloßstraße 1a 14059 Berlin